Über mich

Haltung. Erfahrung. Verantwortung.

Ich bin Andrea Schütz, Fachperson für Prävention und Meldestrukturen sowie Leiterin einer Präventions- und Meldestelle. Seit über 25 Jahren arbeite ich im Sozial- und Bildungsbereich.


Den Aufbau, die Implementierung und die Weiterentwicklung von Präventions- und Meldestellen kenne ich sowohl aus unmittelbarer institutioneller Verantwortung als auch aus externer Begleitung. Diese Verbindung prägt meinen Blick auf Strukturen, Abläufe und die Herausforderungen ihrer Umsetzung im Alltag.

In meiner Arbeit verbinde ich unmittelbare Praxiserfahrung mit einem systemischen Blick auf Menschen, Strukturen und institutionelle Zusammenhänge. Dabei arbeite ich an der Schnittstelle von Struktur und Menschlichkeit.


Wirksame Prävention braucht klare Zuständigkeiten und verlässliche Abläufe – aber ebenso die Bereitschaft zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen ernst zu nehmen und Menschen an Entscheidungen zu beteiligen.

Mein beruflicher Weg 

Mein beruflicher Weg begann im stationären Suchtbereich. Dort arbeitete ich mit Menschen in komplexen Lebenssituationen, unter anderem im Kontext des Straf- und Massnahmenvollzugs sowie psychischer Belastungen. Diese Arbeit hat meinen Blick dafür geschärft, wie wichtig Vertrauen, klare Grenzen und verlässliche Strukturen sind und wie schnell Menschen auf ihre Schwierigkeiten oder ihr Verhalten reduziert werden können.

Später arbeitete ich mit Jugendlichen, Erwachsenen und Menschen mit Beeinträchtigung sowie in der Berufsbildung und Arbeitsintegration. In diesen unterschiedlichen Arbeitsfeldern zeigte sich immer wieder, dass Entwicklung nachhaltiger wird, wenn Menschen ernst genommen, an Entscheidungen beteiligt und in ihren eigenen Ressourcen unterstützt werden.

Heute verbinde ich diese Erfahrungen in der Präventions- und Meldestellenarbeit. Ich begleite Institutionen, Teams und Fachpersonen mit dem Anspruch, dass Schutzkonzepte und Meldestrukturen nicht nur fachlich korrekt aufgebaut sind, sondern im Alltag verstanden, getragen und weiterentwickelt werden. 

Mein fachliches Verständnis 

Prävention ist für mich keine Checkliste und beginnt nicht erst nach einer Grenzverletzung. Sie zeigt sich in Beziehungen, in alltäglichen Entscheidungen und darin, wie eine Institution mit Unsicherheiten, unterschiedlichen Wahrnehmungen und Verantwortung umgeht.

Problematisches Verhalten und Grenzverletzungen müssen klar benannt werden. Gleichzeitig darf kein Mensch auf sein Verhalten reduziert werden. Fachlichkeit bedeutet für mich, Verantwortung zu klären, Zusammenhänge zu verstehen und handlungsfähig zu bleiben, ohne vorschnell nach Schuldigen zu suchen.

Auch Meldungen verstehe ich nicht als Störung institutioneller Abläufe. Sie können auf Unsicherheiten, strukturelle Spannungen oder konkrete Grenzverletzungen hinweisen und sind häufig ein Zeichen dafür, dass Menschen darauf vertrauen, gehört und ernst genommen zu werden. 

Meine fachliche Haltung

Ich arbeite mit einem systemischen Blick. Situationen entstehen nicht losgelöst von ihrem Umfeld. Deshalb betrachte ich nicht nur einzelne Personen oder Ereignisse, sondern auch Beziehungen, Strukturen, Rahmenbedingungen und institutionelle Dynamiken.

Dabei verliere ich den Menschen nicht aus dem Blick. Eine Diagnose, ein Verhalten oder eine Funktion innerhalb einer Institution bilden immer nur einen Teil der gesamten Situation ab. 
Für mich gehört es zur fachlichen Verantwortung, Menschen zuzuhören, ihre Wahrnehmung ernst zu nehmen und sie dort einzubeziehen, wo Entscheidungen sie betreffen.


Partizipation und Ressourcenorientierung bedeuten für mich nicht, Verantwortung abzugeben oder schwierige Situationen zu relativieren. Im Gegenteil: Gerade in anspruchsvollen Situationen braucht es klare Rollen, nachvollziehbare Entscheidungen und einen verlässlichen Rahmen. Gleichzeitig gilt es wahrzunehmen, welche Erfahrungen, Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten bereits vorhanden sind.


Diese Verbindung aus systemischem Denken, Beteiligung und Klarheit prägt meine Arbeit.

Ausbildung & Qualifikationen

  •  Fortbildung Präventions- und Meldestellen – physische, psychische und sexualisierte Gewalt (2021–2022) 
  •  CAS Case Management – Hochschule Luzern (2017–2018) 
  •  CAS Gemeinwesen, Planung, Entwicklung und Partizipation – ZHAW Zürich (2014–2015) 
  •  Dipl. Arbeitsagogin HFP – Institut für Arbeitsagogik, Luzern (2006–2008) 
  •  Regelmässige Weiterbildungen unter anderem zu Sexualität und Beeinträchtigung, Sucht und sozialen Medien, ADHS,  sowie ressourcen- und sozialraumorientiertem Handeln 

Mandate

Institution für Menschen mit Beeinträchtigung, in 8049 Zürich 

Auftrag: Aufbau und Implementierung einer Präventions- und Meldestelle unter Einbezug des Bündner Standards

Begleitung: Standortbestimmung und Analyse bestehender Strukturen, Zusammenarbeit mit der internen Projektgruppe, Entwicklung von Prozessen und Zuständigkeiten, Schulungen sowie Begleitung bei der Verankerung im institutionellen Alltag.

Zusammenarbeit: Das Mandat führe ich gemeinsam mit Susanne Altoè, akkreditierte Beraterin nach Bündner Standard, durch. Wir verbinden Organisationsentwicklung und strukturelle Beratung mit unmittelbarer Erfahrung aus der Präventions- und Meldestellenarbeit.


 

Kontaktaufnahme

Sie möchten mehr über meine Arbeitsweise erfahren oder eine mögliche Zusammenarbeit für Ihre Institution besprechen?

Gerne kläre ich mit Ihnen die Ausgangslage, den Auftrag und die passende Form der Begleitung.