Blog und Praxisrefelxionen
Institutioneller Alltag ist nicht immer eindeutig. Unterschiedliche Wahrnehmungen, Verantwortung, Beziehungen und bestehende Strukturen wirken zusammen und verlangen eine sorgfältige fachliche Einordnung.
In meinen Praxisreflexionen greife ich anonymisierte Beobachtungen und Erfahrungen aus meiner beruflichen Praxis auf. Dabei geht es nicht nur darum, was geschehen ist, sondern um die Frage, welche Haltung unser Handeln prägt und was sich daraus für Fachpersonen, Führungskräfte und Institutionen ableiten lässt.
Die Texte geben keine einfachen Antworten vor. Sie öffnen einen Raum für fachliche Reflexion und laden dazu ein, vertraute Sichtweisen und alltägliche Entscheidungen neu zu betrachten.
Alle Praxisreflexionen
Zwischen Nähe und Distanz – und dem Raum dazwischen
Über zwei unterschiedliche Wahrnehmungen derselben Situation und die Frage, was sich verändert, wenn wir nicht nur das Verhalten, sondern auch die Dynamik zwischen Menschen betrachten.
„Das ist halt Hans.“ – Warum wir Dinge oft länger aushalten, als wir sollten
Über Bagatellisierung, institutionelle Gewohnheiten und die Frage, weshalb wir manche Grenzverletzungen im beruflichen Alltag anders beurteilen als im privaten Umfeld.
Wenn Helfen zur zweiten Verletzung wird
Über emotionale Reaktionen von Fachpersonen und die Verantwortung, zwischen der eigenen Betroffenheit und der professionellen Rolle zu unterscheiden.
Sich wehren darf man lernen
Über die eigene Wahrnehmung, persönliche Grenzen und die Bedeutung von Räumen, in denen Menschen Worte und Handlungsmöglichkeiten für ihre Bedürfnisse entwickeln können.
Nachsorge – was bedeutet das eigentlich im Alltag?
Über Nachsorge als Teil der täglichen Verantwortung und die Frage, was Menschen nach einem belastenden Ereignis brauchen, damit wieder Sicherheit entstehen kann.
Zwischen Bauchgefühl und Verantwortung
Über Situationen, in denen etwas nicht stimmig erscheint, obwohl kein eindeutiger Vorfall erkennbar ist – und weshalb auch Unsicherheit einen Platz in Meldestrukturen braucht.
Wenn einfache Antworten Sicherheit versprechen
Über Angst, pauschale Antworten und die Frage, ob Schutz durch Ausschluss entsteht – oder durch Strukturen, Fachlichkeit und eine Kultur des Hinschauens.
Was passiert eigentlich, wenn ich etwas melde?
Über Unsicherheiten vor einer Meldung, den weiteren Prozess und die Bedeutung von Transparenz, Einordnung und geteilter Verantwortung.
Können wir das für uns behalten?
Über Vertrauen, Loyalität und die Verantwortung von Fachpersonen, ein anvertrautes Geheimnis nicht einfach für sich zu behalten, sondern sorgfältig weiterzutragen.
Der Mittelfinger am Mittwochmorgen
Über eine junge Frau, die ihr eigenes Verhalten verändern wollte, und darüber, was entstehen kann, wenn Menschen ernst genommen und eigene Lösungen gemeinsam sichtbar gemacht werden.
Zwischen Nähe, Verantwortung und dem Mut, hinzuschauen
Über Selbstbestimmung, Unsicherheit und die Frage, wie Meldestellen Orientierung geben können, ohne zu kontrollieren oder vorschnell zu urteilen.